Aktuelles


SEZ bewilligt Finca-Projekt

Finca La Joba

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) dem Wiwilí-Verein 19.200 Euro für das Projekt „Finca modelo – Zentrum für kommunale Bildung- und Ausbildung zu Klimaschutz und Umwelt“ bewilligt hat. Bei dem Projekt geht es darum, eine Finca, die bereits im Besitz unseres lokalen Partnervereins ADEM ist, zu einem Zentrum für Umweltbildung auszubauen. Das Zentrum soll dazu dienen, die Bevölkerung über Themen wie die Anpassung an den Klimawandel, die Erhaltung biologischer Vielfalt und einen besseren Umgang mit Müll zu sensibilisieren. Das Projekt startet im Januar 2024 und ist auf 10 Monate angelegt.


Neue Schule in Santa Rosa de Yakalwas eröffnet

Kinder vor der neuen Schule in Santa Rosa de Yakalwas

Am 6. Juli 2023 wurde in Santa Rosa de Yakalwas (Gemeinde Wiwilí) eine neue Primarschule eingeweiht. Finanziert wurde der Bau mithilfe von Spenden die von Schüler*innen und Lehrenden des Droste-Hülshoff-Gymnasiums und der Wentzinger-Schulen in Freiburg gesammelt wurden.

Die neue Schule soll dazu beitragen, die Bildung in den ländlichen Gebieten der Gemeinde zu gewährleisten. Die Baukosten beliefen sich auf 13.000 Dollar. Zahlreiche Arbeiten wurden von den Eltern in Eigenarbeit und kostenlos ausgeführt.

Die kleine Schule hat eine Fläche von rund 70 Quadratmetern, und die Bauzeit belief sich auf 45 Tage. 53 Mädchen und Jungen werden die neue Schule besuchen.

Hier geht es zu den Schulprojekten


Bäume pflanzen gegen den Klimawandel in Wiwilí

Establecimiento de vivero Comunidad El Coco

Unsere Partnerstadt in Nicaragua braucht wieder dringend unsere Unterstützung
Unterstützen Sie unser Klimaprojekt in Wiwilí!

Warum dieses Projekt?

Bedroht durch den Klimawandel: Ende 2020 hatten zwei schwere Hurrikans (tropische Wirbelstürme) mit Starkregen und Überschwemmungen in Wiwilí große Schäden angerichtet. Dank der großzügigen Spenden der Freiburger Bürger und mit Unterstützung der Stadt kamen 48.000 Euro zusammen. Damit ist seitdem in Wiwilí viel geleistet worden: die Not hunderter Familien wurde gelindert, zerstörte. Häuser wurden wieder aufgebaut, Wasserleitungen und Wege repariert. Aber Wiwilí liegt in einer häufig von Wirbelstürmen heimgesuchten Region. Die Hurrikans sind durch den von Menschen verursachten Klimawandel wesentlich stärker geworden. Sie werden in den kommenden Jahren mehr Zerstörungskraft bekommen und wohl auch häufiger werden. Vorsorge ist daher sehr wichtig.

Vorbeugen, damit sich so ein Unglück nicht wiederholt: Zum Schutz gegen die Verwüstungen durch den starken Regen schlug unser Partnerverein ADEM in Wiwilí ein Klimaprojekt vor: ´Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel säen´ (PROYECTO SEMBRANDO RESILIENCIA ANTE EL CAMBIO CLIMATICO ( PROSERECC). Wenn der Boden mit Pflanzen bedeckt ist, versickert der Regen und kann den Boden nicht oberflächlich abschwemmen.

Mit einem Teil der Spenden wurden deshalb in den letzten zwei Jahren Flächen um die Häuser armer Familien aufgeforstet und der Boden mit Bäumen, Stauden und Nahrungspflanzen vor Wasserabfluss geschützt. Dadurch wird der Boden dem nächsten Hurrikan mit Starkregen besser widerstehen, Häuser, Latrinen und Wege sind besser geschützt, und die Landbevölkerung hat mehr und bessere Nahrung.

Mit Hilfe dieses Projekts wurden in den letzten zwei Jahren ca. 94.000 Waldbäume und ca. 28.000 Obstbäume gepflanzt und 230 Gärten angelegt. Die Aufforstungen entsprechen einer Fläche von 120 ha. (Größer als der geplante neue Stadtteil Dietenbach mit 107 ha). Es ist in erster Linie ein Projekt gegen den sich verstärkenden Klimawandel, von dem Wiwilí hart getroffen wird, aber die Bäume absorbieren auch in 20 Jahren mindestens 36.000 Tonnen CO2 aus der Luft und leisten damit einen kleinen Beitrag, den Klimawandel zu bremsen.

Wie können Sie helfen?

Diese Arbeit muss weitergehen, dazu brauchen wir Ihre Hilfe: In den letzten beiden Jahren wurde ein sehr guter Anfang gemacht. Dies hat auch eine unabhängige Begutachtung im Sommer 2022 bestätigt.
Es müssen aber nicht hunderte, sondern tausende Familien vor den Klimaextremen geschützt werden.
Die Stadt Freiburg und der Wiwilí-Verein hofften daher, Unterstützung vom Ministerium für Entwicklung zu bekommen, um das Projekt in größerem Rahmen und für mehrere Jahre fortsetzen zu können. Aus politischen Erwägungen, die nichts mit der konkreten Situation in Wiwilí zu tun haben, hat das Auswärtige Amt aber eine Sperre für neue Projekte in Nicaragua verhängt. Wir wissen aus fast 40 Jahren Arbeit mit Wiwilí, dass unsere Hilfe den Menschen direkt zugute kommt und nicht für politische Zwecke vereinnahmt wird.

Ohne zusätzliche Mittel droht schon im Mai 2023 der Abbruch der Arbeit. Dann ist das Überbrückungsgeld der Stadt Freiburg aufgebraucht, und der Verein hat seine Mittel in den vergangenen zwei Jahren bereits erschöpft. Die Pflanzsaison 2023 ginge verloren und damit die Möglichkeit, weitere 1.000 Menschen besser gegen den Klimawandel zu schützen. Wenn die erfahrenen Mitarbeiter in Wiwilí entlassen werden müssen, kann ein Neuanfang wieder Jahre dauern.

Wir hoffen daher, dass die Freiburger helfen, diese Arbeit weiterzuführen.

Der WIWILI-Verein bittet dringend um Spenden
Stichwort: Klimaschutz Wiwili auf das
Konto: IBAN DE02 6805 0101 0010 0679 30.