2013 wiwiligruppeFestrede von Gerhard M. Kirk anlässlich der 25-Jahr-Feier der Städtefreundschaft Freiburg-Wiwili:

Blattschneiderameisen sind ein erstaunliches Völkchen. Miteinander zerkleinern sie Blätter und kauen sie zu einem Brei. Auf dem züchten sie dann Pilze, von denen sich die kleinen Tierchen ernähren. Gleichsam ein natürliches Beispiel für ökologisch nachhaltige Solidarität. Was viel mit Wiwilí zu tun hat. In der Majagua-Sprache nämlich bedeutet Wiwilí so viel wie „am Fluss der Blattschneiderameisen“.
Ein durchaus passender Name also für die Kleinstadt am Rio Coco im Norden Nicaraguas. Mit ihr ist Freiburg nun seit einem Vierteljahrhundert freundschaftlich verbunden. Vielleicht insgeheim sogar solidarisch. Auch wenn bei den Freiburger Stadtoberen 1988, als sie am 20. Oktober den Freundschaftsvertrag unterzeichneten, kaum mitgeschwungen haben dürfte, was Ché Guevara einmal so ausgedrückt hatte: „Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.“ Weniger das Herz ergreifend, eher bürokratisch-förmlich hält die Vertragsurkunde fest: „Die Bürger von Freiburg im Breisgau, Bundesrepublik Deutschland, und Wiwilí, Nicaragua libre, sind überein gekommen, mit dieser Urkunde ihren aufrichtigen Willen zu bezeugen, ihre über mehrere Jahre gewachsenen freundschaftlichen Beziehungen weiter zu vertiefen.“ (Ich gehe mal davon aus, dass auch Bürgerinnen dies wollten und wollen.)

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